Der große Wettlauf
Mit Dergroße Wettlauf entwickeln Lehmann und Wenzel ein neues, satirisch-poetischesObjekttheaterstück für Jugendliche und Erwachsene. Es entsteht ein Puppen- und Objekttheater-Stück mit Tangoelementen über zwei Systeme, die sich in einen kompromisslosen Überbietungswettkampf begeben.
„Es waren einmal zwei Landschaften. Die eine sah aus wie eine gesunde 37 jährige Frau mit braunen Augen und dem Wunsch nach Freiheit, die andere, wie ein unrasierter 42 jähriger Mann mit dem Hang zur Übertreibung. Die beiden waren Nachbarn und sie kamen prächtig miteinander aus.“
Die beiden Landschaften konkretisieren sich, werden von den ersten Menschen bevölkert, sie entdecken das Feuer, ziehen Grenzen und Kolonisieren sich gegenseitig. Erzählt wird der Aufstieg und Fall zweier benachbarter Systeme, die in einen gnadenlosen Überbietungswettkampf geraten – bis sie schließlich darum konkurrieren, wer es als erster auf den Mond schafft.
Das Stück ist eine Parabel über Fortschrittsglauben, Machtdemonstration und den Verlust der spielerischen Fantasie. Es nimmt auf humorvolle Weise Bezug auf politische Systemkonflikte, aber auch auf persönliche Dynamiken im Zwischenmenschlichen: Wie schnell wird aus Kooperation ein Konkurrenzkampf? Wann kippt Kreativität in Kontrollzwang? Es ist gleichzeitig eine Mahnung, dass sich die Geschichte immer wiederholt, wenn niemand dagegen arbeitet.
Ein Objekttheaterstück über zwei Systeme, die sich in einen lustvollen und kompromisslosen Überbietungswettkampf begeben.
In Kooperation mit dem Westflügel Leipzig und flachsland - Hamburger Puppentheater
Finanziell gefördert durch die Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Spieler*innen: Samira Wenzel, Stefan Wenzel
Regie: Franziska Merkel, Jo Posenenske. Künstlerische Beratung Tristan Vogt
70 min